Sonntag, 30. August 2015

Kritisch über die Homöopathie denken, ja, ist das denn erlaubt?

Immer wieder bekomme ich nun Zuschriften von Homöopathen, die mir nahelegen, meine Kritik an der Homöopathie doch für mich zu behalten. Es sei ja schön und gut, dass ich für mich privat die Entscheidung gefällt hätte, meine homöopathische Praxis zu schließen, aber warum ich das jetzt gleich so an die große Glocke hängen müsste, das könnten sie nicht verstehen. Oder gar gutheißen. Nur, weil ich nicht erfolgreich gewesen, oder überhaupt eine richtige Homöopathin sei, weil ich nichts verstanden hätte, weil ich die falsche Schule oder falsche Ausbildung (etc.) hätte, müsse ich der Homöopathie doch nicht so zusetzen. Einer schrieb sogar: Frau Grams, Sie schaden der Homöopathie! Da frage ich mich, wenn ich nun stattdessen herausgefunden hätte, dass und wie die Homöopathie funktioniert, hätte ich dies dann folgerichtig auch nur privat für mich behalten sollen?


Hätte ich nicht etwa den DZVhÄ, alle meine Homöopathen-Freunde/Kollegen und Ausbildungsinstitute, die Carstens-Stiftung und die Öffentlichkeit informieren sollen und ihnen meine Erkenntnisse mitteilen?
Jetzt aber, nach meiner Recherche, bzw. meiner lang überfälligen Auseinandersetzung mit den Fakten zur Homöopathie, soll ich den Mund halten, weil das Ergebnis gegen die Homöopathie spricht? Verstehe ich nicht. Solltet Ihr Homöopathen nicht gerade dann aufmerken und interessierte daran sein, wenn "eine von Euch" sagt, hey, passt auf, das stimmt so nicht, was wir da über unsere Methode behaupten, wir machen da einen Riesenfehler, wir machen uns auch schuldig an unseren Patienten? Und die die Gründe (die ja im Übrigen nicht neu sind) dafür nennt? Stattdessen wird auf mich als Person geschimpft, meine Ausbildung in Zweifel gezogen, meine Kenntnis heruntergespielt usw. Würdet Ihr das auch tun, wenn ich die Homöopathie erklären könnte und endlich wissenschaftssalonfähig machen würde?

Meine persönliche Ausbildung, Anwendung und Eignung sind leider und zum Glück unabhängig von den grundlegenden Fehlern der Homöopathie. In kurzer und brillanter Weise finden sich hier noch einmal die wichtigsten Kritikpunkte der Homöopathie:
"Warum Globuli nicht wirken:
  1. Das Ähnlichkeitsprinzip funktioniert nicht. Ähnlichkeit ist eine menschliche Denk- und Sichtweise. Ähnlichkeiten kennt die Natur nicht. Was für Menschen ähnlich ist, ist noch lange kein Heilprinzip. Auch Analogieschlüsse sind kein naturwissenschaftliches Kriterium
  2. Arzneiprüfungen sind Humbug. Arzneiprüfungen werden nicht standadisiert durchgeführt. Kranke Arzneiprüfer kommen zu anderen Ergebnissen als gesunde Arzneiprüfer. Die Interessenlage der Arzneiprüfer spielt eine Rolle. Die eingeschränkte Reaktionsfähigkeit von Geweben spielt eine Rolle.
  3. Die Verdünnungen sind zu hoch. Eine Wirksamkeit ist unmöglich, wenn keine Substanz mehr vorhanden ist. Moleküle sind einzelne Gebilde. Man kann sie nicht beliebig verdünnen. Wenn nur noch 1 Molekül in der Lösung ist, dann ist nach der nächsten Verdünnung kein Molekül mehr in der Lösung – wenn doch, hat eine Verdünnung nicht stattgefunden. Die “Verschwinde-Grenze” der Substanzen hängt mit einer Naturkonstanten zusammen (“Avogadro-Konstante” oder auch “Loschmidt’sche Zahl”) und liegt bei D23 (1 : 10 hoch 23 = 1 : Einhunderttrillionen). In der Homöopathie werden üblicherweise viel höhere Verdünnungen angewendet: C30 (= D60) oder C200 (= D400).
  4. Potenzieren von Stoffen funktioniert nicht. Dass ein 200 Jahre altes Ritual, das nur Werkzeuge verwendet, die damals bekannt waren, in der Lage sein soll, irgendwelche Geistwirkungen von der Materie zu trennen, ist eine bloße Behauptung, die aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich ist.
  5. Wasser kann keine Informationen speichern. In Wasser kann man nicht schreiben. Wenn man es trotzdem tut, kann man das Geschriebene nicht lesen. Die Idee von “Molekülclustern” hilft nicht weiter: Die entscheidenden Wasserstoffbrückenbindungen ändern sich in jeder Sekunde 1 Billion mal. Auch die Quantenphysik hilft nicht weiter. Wo nichts ist, kann nichts wirken.
  6. Trennung von Wirkung und Nebenwirkungen ist nicht möglich. Es ist nicht erklärbar, dass von einem Substanzgemisch nur die wirksame Substanz potenziert wird, alle anderen unwirksamen Störsubstanzen aber nicht. Es ist auch nicht erklärbar, dass von der wirksamen Substanz nur die von Menschen erwünschte Wirkung potenziert wird, die von Menschen unerwünschte Nebenwirkung aber nicht. Wie sollen Substanzen wissen, was wir wollen?
  7. Homöopathie ist grundsätzlich nicht geeignet, Mangelkrankheiten zu heilen.Wenn dem Körper Substanzen fehlen, dann muss man die Substanz in der erforderlichen Dosis zuführen und nicht in einer homöopathischen Dosis.
  8. Homöopathie ist grundsätzlich nicht geeignet, Vergiftungen zu heilen. Wenn der Körper mit einer Überdosierung einer giftigen Substanz belastet ist, dann führt jede zusätzliche Gabe des Giftes zu einer zusätzlichen Belastung. Eine Entlastung durch zusätzliche Giftdosen ist nicht möglich.
  9. “Ganzheitlichkeit” ist nicht zu erreichen. Niemand ist in der Lage, alle Aspekte und alle Einzelheiten eines Menschen zu erfassen.
  10. Phantasievolle, aber abstruse Erklärungsmodelle. Die der Homöopathie zugrunde liegenden Krankheitsmodelle sind vor dem wissenschaftlichen Zeitalter entstanden. Postulierte Kräfte wie “Lebenskraft”, “Lebensenergie”, “Miasmen”, “Nosoden” sind nicht-existente Phantasiegebilde. Die tatsächlichen Krankheitsursachen wie Bakterien, Viren, Pilze, krebserregende Stoffe, Gifte oder Mangelerscheinungen (Hormonmangel, Vitaminmangel, Mangel an Mineralstoffen) werden hingegen nicht als Krankheitsursache akzeptiert.
  11. Auch zukünftige Generationen von Wissenschaftlern werden keine Wirkungsweise finden können. Wenn wir lediglich unwissend wären, könnten Homöopathen auf zukünftige Erkenntnisse hoffen. Aber wir sind nicht unwissend, sondern wissend. Dieses Wissen steht im Widerspruch zur Homöopathie und widerlegt sie. Was heute bereits widerlegt ist, kann morgen nicht für “bewiesen” erklärt werden." (weiter unter: http://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/)
Wen sollten diese Punkte mehr interessieren als Homöopathen?
Aber sieht man eine Auseinandersetzung mit den Kritikpunkten z.B. beim DZVhÄ? Nein. Kritik ist nicht erlaubt. Warum messt Ihr mit zweierlei Maß, Homöopathen? Positives darf gern publiziert werden, Negatives aber muss verleugnet und verdrängt werden.
Als Verdrängung wird in der Psychotherapie ein angenommener Abwehrmechanismus bezeichnet, durch den bedrohliche Sachverhalte, Fakten oder Vorstellungen von der bewussten Wahrnehmung ausgeschlossen werden. Dies erlebe ich auch im Email-Dialog mit einigen Homöopathen. Auch hier sehe ich nicht, dass ein Begreifen der Fakten stattfindet. Stattdessen wird abgewehrt: Es sei doch eine Kleinigkeit, dass die Potenzierung nicht funktionieren würde, schreibt einer, schließlich hätten wir noch die Urtinkturen, die habe Hahnemann ja anfänglich auch angewendet. Stimmt. Aber dann scheitert die Homöopathie eben beim Ähnlichkeitsprinzip. Zudem ist es ja gerade eben die Potenzierung, die die Homöopathie von einer Phytotherapie unterscheidet. Es ist also keine Kleinigkeit, es ist der Grundpfeiler. Ein anderer schreibt, dass seine persönliche Auslegung der Quantenphysik eben doch der Beweis sei. Er kann diese aber nicht erklären, ohne allgemeinen und bestätigten physikalischen Gesetzmäßigkeiten zu widersprechen. Manche andere hoffen einfach darauf, dass die Erde ja auch irgendwann als rund erkannt wurde, man also davon ausgehen könne, dass auch die Homöopathie irgendwann anerkannt werde.

Nein, liebe Homöopathen. Die Erde war schon immer eine Kugel. Und die Homöopathie schon immer falsch in allen wesentlichen theoretischen Grundannahmen. Sie für wirksam zu erklären, bedeutet, die Erde zur Scheibe zu machen und nicht umgekehrt. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Homöopathen die Offenheit in sich aufbringen können, die Fakten mal wirklich einschlagen zu lassen. Kritik an der Homöopathie ist nicht nur erlaubt, sie ist nötig, um über die Methode wirklich urteilen zu können.

Kommentare:

  1. Liebe Frau Kollegin Grams,
    ich habe ihr Buch mit Freude gelesen, finde darin eine sympathisch-empathische Kollegin und kann Ihnen in sehr vielen Kritikpunkten voll zustimmen (Arzeimittelprüfung u.ä. Widersprüche im Hahnemannschen Dogma-Gebäude), die auch ich in vielen Beiträgen in verschiedenen homöopathischen Zeitschriften mit auffallender "Schweigeresonanz" angeprangert habe. Es gibt aber einen Widerspruch, der sich durch ihr ganzes Buch zieht: Sie sprechen den Globuli jegliche immaterielle Wirkungen ab, schreiben aber z.B. auf Seite 179 in ihrem Buch:“ Ab der emotionalen Ebene haben wir es nicht mehr mit rein MATERIELLEN, meßbaren, biologisch-physikalischen Tatsachen zu tun“. Wie paßt das zusammen? (siehe auch meine Blog-Beiträge beim Aust-Blog)
    Mit wirklich sehr dankbaren Grüssen für Ihr Buch
    Heinrich Hümmer

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    1. Lieber Herr Kollege Hümmer. Vielen Dank für Ihre freundlichen Worte. Leider scheint mir eine Kritik innerhalb der Homöopathie nicht ausreichend zu sein, zu viele Denkfehler (die leider zu Gewohnheit geworden sind) haften ihr von Anbeginn an.
      Ein Kritikpunkt ist eben die postulierte Wirkung der Globuli. Sie können aufgrund heutigen Wissens nicht die von Hahnemann angenommene immaterielle "Dynamis" (heute eher als "Information" bezeichnet) enthalten, zu viele naturwissenschaftlich plausible und bestätigte Gesetze würden dabei gebrochen. Dass die Globuli trotzdem eine Wirkung auf uns Menschen haben, stelle ich im Buch dar: die Globuli geben Hoffnung oder ein gutes Gefühl, sind eine Möglichkeit sich selbst zu helfen, transportieren eine Auto-Suggestion, wirken über den Placebo-Effekt, wirken aus bereits gemachter Erfahrung oder aufgrund von Empfehlungen. Dies sind normale menschliche Prozesse, die zwar nicht "materiell" sind, aber es ist auch nichts übernatürliches daran. Wir brauchen nichts homöopathisches, um diesen Effekt zu erklären. Würden Sie mir da zustimmen? Besten Gruß, NG

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    2. Oh je- die Geister die ich rief, jetzt muß ich natürlich antworten (ab Samstag fahre ich in den ersehnten und verdienten Urlaub, ab da diskutiere ich dann nicht mehr sondern frage nur noch:"Wer denkt das..."):
      Leider kann ich Ihnen bzgl. des fehlenden Informationsgehaltes der Globuli nicht zustimmen, Ihnen DERZEIT aber auch NICHT das Gegenteil BEWEISEN.
      Wie ich allerdings aus den Erfahrungen meines Physiker-Sohnes entnehme, sind das "heutige Wissen" und "die naturwissenschaftlich plausible(n) und bestätigte(n) Gesetze" sowie Erkenntnisse immer noch im stetigen Fluß und auch Genexpression sowie Epigenetik scheinen in "unglaublicher Weise" durch geringste, quasi immaterielle Reize modifizierbar zu sein. Siehe:
      „Extreme sensitivity of gene expression in
      human SH-SY5Y neurocytes to ultra-low doses
      of Gelsemium sempervirens.“
      BMC Complement Altern Med 2014 19;14:104. Epub 2014 Mar 19.
      Marta Marzotto, Debora Olioso, Maurizio Brizzi, Paola Tononi, Mirco Cristofoletti, Paolo Bellavite
      Wie Sie, so habe auch ich im Hahnemannschen Dogma-Dom gefährliche Risse wahrgenommen, die mich zu einer Flucht aus diesem bewegt haben, wie Sie habe ich bei meinen berühmtesten Lehrern (u.a. Vithoulkas) Widersprüche und Selbsttäuschungsfehler feststellen müssen, ebenso wie Sie es erlebt haben (!?) sehe ich tagtäglich Reaktionen auf die (!) Globuli, die ich einfach nicht mit irgendeinem Placebo- oder Suggestionseffekt erklären kann. Genau wie Sie erlebe ich immer wieder UNGLÄUBIGES Staunen und Zweifel!
      Aber im Unterschied zu Ihnen (so ich es Ihrem Buch zu entnehmen glaube) war ich schon immer und überall der Häretiker, der sich seinen eigenen Reim darauf gebildet hat und immer jegliche Eminenz-Autorität angezweifelt hat (und vor allem den Narzisten Hahnemann mit seinen Paragraphen). "Man macht" war mir immer schon ein Graus und hat meinen Widerspruch herausgefordert. Ich, der Konkurrenznarzist hab mir das Stimmige herausgepickt. Die narzistische Kränkung war deshalb nie so heftig....
      (Ihr button "Ich möchte eine Benachrichtigung erhalten" scheint nicht zu funktionieren)

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    3. Nunja, so eine narzisstische Kränkung ab und an, tut dem Ego doch gut. Generell schon, aber hier im Speziellen, da Sie dann auch nicht mehr nur von der offiziellen homöopathischen Glaubenslehre abweichen müssten, sondern gerne direkt aus dem Glaubenssystem austreten könnten. Und sei es nur der Glaube, dass sich bestätigte Naturgesetze noch zu Gunsten der Homöopathie ändern könnten. Wir dürften unser Trinkwasser ja nicht mehr in Flaschen transportieren, wenn beim Schütteln so viel Information entsteht. Ist das nicht ein Gedanke zum Urlaub?
      (den Button und den Gen-Link muss ich checken, danke für den Hinweis)

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  2. "ebenso wie Sie es erlebt haben (!?) sehe ich tagtäglich Reaktionen auf die (!) Globuli, die ich einfach nicht mit irgendeinem Placebo- oder Suggestionseffekt erklären kann."

    Wieso denn eigentlich nicht? Sie schreiben das immer wieder erklären aber nie warum.

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    1. Lieber Ringo74, ich greife Dr. Hümmers Antwort sicherlich vor, kann aber aus meiner Praxis sagen, dass ich mich (zu) lange Zeit auf das intuitive Erfassen von Zusammenhängen verlassen habe. Ein Patient sucht mich mit einem Leiden auf, dass er vielleicht sogar schon zig anderen Therapeuten vorgestellt hat, ich gebe ihm nach langer und ausführlicher Erhebung der Krankengeschichte ein individuell abgestimmtes homöopathisches Medikament und er kommt vier Wochen später erleichtert und freudig symptomfrei in die Praxis zum zweiten Gespräch. Intuitiv gedacht, erscheint der Zusammenhang klar und eindeutig. Passiert einem das dreimal am Tag und fünf Mal die Woche, dann zweifelt man nicht mehr daran. Ein Placebo-Effekt tut der homöopathischen Ehre weh und scheint dem praktischen Erfolg zu widersprechen. Es ist in der Tat eine narzisstische Kränkung, die Position des grandiosen Heilers zu verlassen und banale medizinische und wissenschaftliche Fakten stattdessen zuzulassen. Ja, der Placebo-Effekt kann Erstaunliches leisten, die Regression zur Mitte tut ein Übriges und Symptome verändern sich auch zufällig. Zumal in einem wohlwollenden Umfeld der "ganzheitlichen Betrachtung". Dass nichts anderes verantwortlich ist für eine solche Veränderung, das ist schwer zu akzeptieren! Aber es wäre schön, wenn weitere Homöopathen sich zu dieser Akzeptanz durchringen könnten. Und verstehen könnten, dass nur objektive Studien eine Aussage darüber zulassen, ob bei einer Veränderung nur der Placebo-Effekt im Spiel war oder tatsächlich die spezifische Wirkung eines Medikaments. Dass wir dafür bei der Homöopathie allerdings keine weiteren Studien brauchen ist klar: zu viele haben bereits den Placebo-Effekt allein bestätigt. Und es ist fraglich ob etwas theoretisch unmögliches überhaupt praktisch untersucht werden sollte.

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    2. Worauf ich hinaus will ist folgendes: Wieso kann Herr Dr. Hümmer im speziellen und die Homöopathen im allgemeinen den Placebo-Effekt so sicher ausschließen? Schließlich haben sie in ihrem Leben keinerlei bewusste Erfahrung damit gemacht. Die Homöopathen haben schlicht keinen Vergleiswert.

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    3. Ja, das hab ich so verstanden gehabt. Und wollte nur etwas verdeutlichen, wie "man" als Homöopath denkt. Wieso man gar nicht auf den Gedanken kommt, es könne allein am Placebo-Effekt liegen, wenn sich etwas verändert beim Patienten. Es ist ein systemimmanenter Denkfehler. Erst von außen betrachtet erschließt er sich mir.

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  3. @ringo
    Ich kann den Placeboeffekt natürlich NICHT ausschließen! Aber weil ich halt tagtäglich Reaktionen (binnen Stunden!) erlebe, die mir weit jenseits des Placebo-Effektes ERSCHEINEN*, will ich endlich Klarheit und narzistische Bestätigung haben mittels fundierter, niet-und nagelfester Studien, damit auch meine letzten Zweifel hinweggefegt werden.....
    *z.B. eine Frau bekommt Belladonna C200, ohne das Mittel genannt zu bekommen und reagiert heftigst mit Symptomen, die ihr von der Giftzentrale im Klinikum Rechts der Isar als typische Belladonna-Vergiftungszeichen gedeutet werden..C200!!!, da ist weniger als nichts drin!
    @ Danke für die Urlaubsworte, die ich mit nach Korfu nehmen werde!

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    1. Lieber Herr Dr. Hümmer, dann also erstmal einen schönen Urlaub und ich hoffe, wir diskutieren danach weiter :-)

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    2. vielen Dank!
      Ich werde "wiederkommen" und mich mit Freude mit Ihnen austauschen

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  4. Hümmer: der Häretiker, der Skeptiker, der kritische Forscher - und trotzdem Homöopath.

    Ein Leben zwischen ständigem Zweifel und andächtigem Staunen, wenn sich mal wieder sensationelle Dinge ereignen, die er sich - trotz aller Skepsis - einfach nicht erklären kann. Und wenn dann noch die Giftzentrale...

    Ja, holla, da muss doch was dran sein, an Belladonna C200.

    Oder auch nicht.

    Machen wir aus der Geschichte mal ´nen Schuh:

    1. Was sind die Folgen einer Atropin-Vergiftung?

    Atropin, ein Alkaloid, ist ein Wirkstoff aus der Pflanze Atropa bella-donna L., der mit anderen Transmittern im synaptischen Spalt konkurriert. Der Wirkmechanismus besteht darin, die Rezeptoren der postsynaptischen Membran zu blockieren. Atropin ähnelt chemisch dem Neurotransmitter Acetylcholin und kann daher an dieselben Rezeptoren andocken. Durch die Verdrängung des Neurotransmitter Acetylcholin vom Acetylcholinrezeptor der motorischen Endplatte, werden solche physiologischen Prozesse hämmend beeinflusst, die vom Parasympathikus gesteuert werdenn - Atropin ist der Prototyp des Parasympathikolytikums.

    In der Folge einer toxischen Dosierung von Atropin ist - in Abhängigkeit von der zugeführten Menge - mit folgenden Symptomen zu rechnen: Mundtrockenheit, Pupillenerweiterungen, Hitzegefühl, Herzklopfen und Tachykardie (Herzrasen), Sehstörungen, Gesichtsrötung, Trockenheit der Schleimhäute (Mundtrockenheit, Halskratzen), Schluckbeschwerden, Sprachstörungen, Halluzinationen und Delirien, Kopfschmerzen, Schwindel, Zittern, Schwanken und Übelkeit, Blutdruckanstieg, stark beschleunigte und vertiefte Atmung, Fieber, dazu addieren sich psychische Erregung bis zur starken Euphorie mit ausgeprägten Stimmungsreaktionen, schließlich kommt es zum Kollaps und der Patient verstirbt im schlechtesten Fall an einer zentralen Atemlähmung.

    Differentialdiagnostisch erfolgt der Nachweis einer Vergiftung mit Atropin chemisch beispielweise mittels der Alkaloidabscheidung nach Bragendorff.
    Ohne chemischen Nachweis ergibt sich die Diagnose aufgrund des Vorhandenseins von vier Kardinalsymptomen: Gesichtsrötung, Trockenheit der Schleimhäute, Tachykardie und Mydriasis (Pupillenerweiterung).


    2. Bei welchen Zuständen ist mit vergleichbaren Symptomen zu rechnen?

    Wenn wir die Wirkung andere chemischer Substanzen auschließen wollen, bieten sich beispielweise stressbedingte, somatoforme Störungen, also funktionelle Beeinträchtigungen der körperlichen Funktionen ohne organische Ursachen, die häufig psychisch mitbedingt sind, als Ursachen an. Solche funktionellen Beeinträchtigungen beruhen üblicherweise auf einer Störung des autonomen (vegetativen) Nervensystems und äußern sich dann in Form von Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwitzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Manchmal ist auch das willkürliche Nervensystem beeinträchtigt; Störungen der Bewegung, des Sprechens, Hörens oder Sehens sind die Folge.

    Gleichfalls gehören solche Symptome zu den typischen Beschwerdebild für eine Infektionserkrankung, z.B.einer Pharyngitis/Laryngitis, insbesondere zu dem Zeitraum, in dem die allgemeine Krankheitssymptomatik noch überwiegt: Halskratzen, Schluckbeschwerden, Fieber und Schweißausbrüche, Schüttelfrost, erhöhter Puls etc. pp.

    Was fällt auf?

    Die Symptome der genannten Ursachen - Atropin-Vergiftung, Somatoforme Störungen mit psychischen Hintergrund, simple Infektionserkrankung - sind in erheblichem Maße übereinstimmend.

    Teil 2:

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  5. Teil 2:


    3. Verordnung von Belladonna

    Leider hat der Dr. Hümmer nicht mitgeteilt, aufgrund welcher Anamnese er der Patientin Belladonna C200 verabreicht hat. Insoweit sind wir auf Spekulationen angewiesen. D.h., eigentlich sind es keine Spekulationen, sondern ein Blick ins Repetitorium.

    Dort darf man lesen: Fieberhafte Zustände mit aterieller Hyperaemie (Kongestionen), heftigem Herzklopfen, das bis in die Aorta carotis fortgeschreitet scheint, Arterielle Pulsationen im ganzen Körper, besonders am hochroten Kopf, Schüttelfrost, aber heiß-dampfende Schweiße ohne Erleichterung, Trockenheit der Schleimhäute, Hals und Tonsillen hochrot wie Scharlachangina, Schlundbeschwerden, Erysepeloide Dermatosen, Pupillen weit, Delirante Zustände, Bewußtlosigkeit, psychisch reizbar und ängstlich...



    Jetzt basteln wir ´ne Geschichte:


    Eine Patientin, möglicherweise hyperton, möglicherweise ein wenig kurzatmig, möglicherweise ein wenig neurotisch, möglicherweise Angstpatientin, kommt mit einer akuten Erkrankung zu Dr. Hümmer.
    Sie schildert ihre Beschwerden: Fieber, heißer Kopf, Schweißausbrüche, Kloß im Hals, Schluckbeschweren,
    Blutdruck spinnt, Kopfschmerzen, Übelkeit...

    Der Dr. Hümmer schmeißt seine homöopathisches Diagnose-Software an, gibt die Symptome ein: Ganz klar, es ist ein Fall für Belladonna.

    Dann spielt Hümmer die Karte des optimierten Placebos aus - 3 geheimnisvolle Kügelchen aus dem Ärmel gezaubert, volle Power, C200 - und überzieht.

    Die Patientin, mit homöopathischem Basis-Wissen ausgerüstet, denkt sich: C200! „Oh mein Gott!“, echt harter Stoff. Mit solchen Potenzen muss man vorsichtig sein, hat sie gehört. Außerdem hat sie schon mal etwas von unfreiwilligen Arzneimittelprüfungen gelesen. Und sie hat Angst! Vor starken Medis und so.

    Patientin geht nach Hause, es geht ihr schlechter, was so recht kein Wunder ist - schließlich hat sie Hümmer aufgesucht, als sie die ersten Symptome einer Erkrankung festgestellt hat und hat den Höhepunkt der Infektion noch vor sich.

    Für die Patientin beginnt jetzt richtig Stress: Was ist bloß los? Ich fühl´mich immer mieser, obwohl der Doktor doch gesagt hat, 3 Kügelchen C200, das reicht! Vielleicht ist das Mittel falsch oder viel zu stark? Und wer weiß, was ich da bekommen habe? Vielleicht hat der Arzt sich vertan? Was heißt vielleicht, ganz bestimmt hat der sich vertan! Ich werde vergiftet!

    Vergiftet!

    Was macht man nur bei Vergiftungen? Oh man, oh man, oh man... ach ja, Giftnotruf.

    Ab zum Telefon, Giftnotrufzentrale! Und denen schildert sie dann: Fühl mich mies, Mund und Hals ist trocken, Hals kratzt, Schluckbeschwerden, Hitzegefühl, Herzklopfen und schneller Puls, Sehstörungen, Gesichtsrötung, Blutdruck spinnt, außerdem habe ich Kopfschmerzen, mir ist übel und schwindelig ist mir auch...

    Die Giftnotrufzentrale hört sich das Ganze an, addiert ein paar Symptome, und kommt dann - nicht von ungefähr - auch auf eine mögliche Vergiftung mit Pflanzenalkaloiden zu sprechen. Nehmen doch beispielweise Vergiftungen mit Tollkirschen eine führende Stellung in den Statistiken der Giftnotrufzentralen bei Pflanzenvergiftungen ein.

    Ich nehme an, dass nach mehreren Nachfragen, speziell auch nach dem versehentlichen Verzehr von Tollkirschen, die Patientin wohl beruhigt werden konnte.

    Geschichte zu Ende.

    Teil 3 folgt...

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  6. Teil3:

    Das heißt, noch nicht ganz zu Ende:

    Die Patientin berichtet Hümmer von der ganzen Misere - und der, der schlägt Purzelbäume, weil die Giftnotrufzentrale Belladonna-Symptome „identifiziert“ hat - und die bei einer Potenz von C200. Eine Sensation. Neuer Anlass für Glaube! Go, Globuli, Go!

    Gut, nicht jeder käme auf die Idee, einen solchen Schluß wie Hümmer zu ziehen. Aber es ist ja auch nicht jeder Homöopath, und lebt in der Welt der ausschließlich narrativen Kausalitäten.

    Unter klar denkenden Menschen käme man auf die Idee, dass die Giftnotrufzentrale bei einer telefonischen Beratung nicht mehr kann, als die Symptome des Patienten und die möglichen Einnahme toxischer Substanzen abzufragen, um sich ein Urteil zu bilden. Und wie schon weiter oben erwähnt, reichen für die Diagnose der Tollkirschen-Vergiftung die Kardinalsymptome aus, um einen begründeten Verdacht zu hegen.

    Allerdings reichen dieselben Symptome auch aus, um den Verdacht auf eine Vergiftung durch eine Muskatnuss zu belegen. Kokain kommt ebenfalls infrage, genauso Methylalkohol; im Grunde alle Substanzen, die den Parasympatikus blockieren, z.B. das Medikament Buscopan, oder den Sympatikus reizen. Erwähnen wir noch andere Nachschattengewächse wie Alraune, Engelstrompete, Stechapfel oder Bilsenkraut.

    Allerdings geht´s auch ohne pharmakologisch wirksame Substanzen: Virale oder bakteriell verursachte Infektionen liefern durchweg ein Spektrum an allgemein Krankheitssysmptome, zu denen auch die gehören, die bei Atropin-Vergiftung zu finden sind - deswegen ist eine fundierte Diagnose so bedeutsam.
    Nur der Vollständigkeit halber, seien wir zum Schluß noch einmal die somatoformen Störungen als Folge starker emotionaler Belastung erwähnt.

    Wir sehen also, dass eine Vielzahl von pathologischen Zuständen und Ursachen gleichartige Symptome erzeugt. Das lehrt, dass eine tragfähig Diagnose eben deutlich mehr sein muss, als die reine Aufzeichnung von Symptomen.
    Z.B. müsste zur Absicherung der Diagnose „Atropin-Vergiftung“ sichergestellt werden, dass auch tatsächlich eine Atropinquelle eingenommen wurde.

    Nun sind die notwendigen Voraussetzungen für eine physiologische Beeinflussung im Sinne einer Atropin-Vergiftung de facto nicht gegeben. In Belladonna C200 ist kein Atropin vorhanden. Somit kann auch keine parasympathikolytische Wirkung entstehen, die Reaktionen müssen demnach eine andere Ursache haben.

    Nicht für Hümmer.

    Hümmer ist Homöopath. Alles was den Glauben bestätigt, wird dankend angenommen.

    Hümmer ist, wie es Homöopathen durchgängig sind, eine potentielle Gefahrenquelle für seine Patienten, weil er zum einen nicht in der Lage ist, einen psychologischen/physiologischen Effekt korrekt zu deuten, zum anderen Wirkungen ohne kausale Begründung annimmt.

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    1. Lieber excanwahn. Leider kann ich die Kommentarfelder nicht verlängern. Deshalb nun leider in drei Teilen.
      Ich bin gespannt, was Dr. Hümmer schreibt zu Ihren Punkten nach seinem Urlaub. Bisher schien er mir zwar (anders als die meisten Homöopathen, mit denen ich nun Kontakt hatte) freundlich und diskussionsbereit, was aber noch nicht lernbereit bedeutet.
      Was mir an Ihrem langen Kommentar wieder auffällt, ist die Verschiedenheit der Denkstruktur zwischen schnellem-intuitivem Denken ("das war Belladonna! Krass!") und dem komplexen-analytischen Denken Ihrer Erklärung. Da das zweite Denken nicht angeboren ist und noch dazu mühsam, scheinen viele Homöopathen komplett drauf zu verzichten. Und es scheint sich auch keiner den Unterschied bewusst machen zu können (wollen). Aber wir hatten das schon...

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    2. Liebe Natalie,

      ich konnte heute im Berliner Tagesspiegel eine Antwort von Mark Benecke auf die Frage lesen, was er auf keinen Fall mag: „Fachlich beweisbar Falsches unbeirrbar zu vertreten - ohne psychisch krank zu sein.“

      Das trifft ziemlich genau das Verhalten, was ich auch bei angeblich kritischen Geistern wie Hümmer festgestellt habe. Nicht immer ist es sofort sichtbar - aber dieses Denken durchzieht seine gesamte Weltsicht.
      Gerät er mit der einen Anekdote in Erklärungsnot, wird eine weitere Geschichte ausgegraben, und dann die nächste und die übernächste.

      Du zerlegt eine seiner Anekdoten nach der anderen - und immer erlebst du die gleiche Reaktion: „Ja gut, aber...“

      So ein Verhalten finde ich im höchsten Maße respektlos, es sind Strategien unfairer Dialektik. Der Hintergrund ist das immer fehlende Sachargument und der Kohärenzmangel in den Gedankengängen.

      Jemand wie Hümmer wird nie den Punkt erreichen, den Sie erreicht haben, weil er diesen Punkt nicht erreichen möchte.

      Die Diskussion mit ihm ist deshalb sinnlos. Er wird nie, denn das wäre die Voraussetzung für eine Änderung seiner Weltsicht, für sich selbst ein Argument gegen die Homöopathie (und davon gibt es bekanntermaßen eine ganze Menge) akzeptieren, welches ihm das unbeirrbare Vertreten der Lehre gänzlich unmöglich macht.

      An anderer Stelle habe ich Hümmer geschrieben, seine „Häresie“ sei nur Attitüde.Tatsächlich hängt er fest im Spannungsfeld zwischen rational Begründbarem und seiner liebgewonnenen überwertigen Idee „Homöopathie“ – und er versucht unbeirrt, dieses Spannungsfeld zugunsten der Homöopathie aufzulösen.

      Hümmer wird bis zum Ende seiner Tage irgendeine unerhörte Story bereit haben, die es ihm ermöglicht, seinem Glauben weiterhin anzuhängen.

      Bis dahin wird er im gesitteten Ton, freundlich, zugänglich, und resilient bis zur Halsstarrigkeit, seine G´schichten erzählen. Aber es wird nie ein Dialog sein, geschweige denn eine Diskussion mit dem Ziel, das bessere Argument zu finden. Es wir immer ein Monolog eines Unbeirrbaren bleiben, der irgendwann in eine Sackgasse eingebogen ist - und dann beschlossen hat, dort zu siedeln.

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    3. Ich will Dr. Hümmer mal nicht vorverurteilen, da ich ihn im Gegensatz zu Ihnen noch nicht kenne. Aber ich habe ja auch schon Diskussionen mit ihm (zB auf Dr. Austs Blog) verfolgt.
      Und mit anderen Homöopathen kenn ich das auch schon zur Genüge, was Sie schreiben. Schlimmerweise scheinen es va die "netten" Hs zu sein, die erst das Angebot zum Dialog machen, dann aber unbeirrbar ihre Sichtweise (wider als Fakten) beibehalten. Eine H schrieb mir nach einem langen Email-Dialog: "Ich glaube aber einfach daran, dass in den Globuli eine Energie enthalten ist!". Ach so. Na dann fängt das "Gespräch" wieder von vorne an...
      Da sind die unfreundlichen Hs vielleicht ehrlicher: sie wollen nichts verändern und sagen das auch.
      Der Spruch von Benecke trifft es sehr gut...

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    4. Inhaltlich kann ich mich der ausführlichen Erklärung von excanwahn voll anschließen. Bis auf die unnötigen Spitzen mit der 'homöopathischen Diagnosesoftware', das war gemein und bringt uns in der Diskussion sicher nicht weiter ;-) Anekdoten wie diese Belladonna-Geschichte beweisen natürlich rein gar nichts, wenn man ernsthaft darüber nachdenkt. Vor allem, wenn man weiß, dass es einen ziemlich mächtigen Nocebo-Effekt gibt, der Patienten sogar bei der Gabe von Placebo teilweise heftige Nebenwirkungen spüren lässt. Sogar wenn man sie nicht darüber informiert, dann googlen sie das halt. Aber diese Geschichte bringt mich zu einer anderen Überlegung: Wie müsste man eigentlich das Medizin- und Pharmaziestudium verändern, um Ärzte und Apotheker zum komplex-analytisch-kritischen Denken zu animieren? Die viele Auswendiglernerei im Studium scheint mir nicht dazu beizutragen.

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    5. Zu der Belladonna Geschichte fällt mir noch ein, dass ich mal unter der homöopathischen Medikation mit "Weißkopfseeadler" meine Haare kurz geschnitten und weißblond gefärbt habe - das wurde in Homöopathenkreisen (und damals natürlich auch von mir selbst) als DIE Bestätigung für die krasse und "ganzheitliche" Wirkung der H aufgefasst.

      Lieber Herr Bodegger, da sprechen sie einen wichtigen Punkt an: ich kann mich nicht erinnern wann und wo im Studium das kritische oder wissenschaftliche Denken und Arbeiten drangekommen wäre. Im Gegenteil. Wissen wird vermittelt. Punkt. Es wird nicht gelehrt, wie man zu diesem Wissen gekommen ist oder wie man es überprüft. Oder wie man sich Wissen selbst erarbeitet. Würde sicher nicht nur in er Homöopathie-Diskussion weiter helfen, wenn das anders wäre!

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    6. „Bis auf die unnötigen Spitzen mit der 'homöopathischen Diagnosesoftware', das war gemein und bringt uns in der Diskussion sicher nicht weiter ;-)“

      Na ja. Ist natürlich Spekulation. Ich weiß selbstverständlich nicht, ob der gute Hümmer so etwas wie ComRep, Isis, HomPath Classic, RepertoriX, Sesam, Radar Opus, jRep, Openhomeopath oder remidias nutzt.

      Aber - es ist wahrscheinlich, sehr wahrscheinlich. Spart sich der Homöopath doch das mühsame Wälzen der diversen Wälzer, die sich oft auch noch widersprechen.

      Nach meinen Erfahrungen gibt´s eigentlich drei Typen bei der Arzneiverordnung:

      Die, die vor dem Komplexität verheißenden Durcheinander der Materia Medica kapituliert haben, und nur noch eine Handvoll Mittel verordnen, und zwar solche Mittel, die möglichst viele Symptome im Arzneimittelbild haben, und deshalb für ´ne Menge an Klienten wohl passend sind.

      Dann die Pragmatiker, die diverse Software zur Mittelfindung benutzen - in der Hoffnung, dass die Datenbanken und die Algorythmen schon stimmen werden.
      Wobei diesbezüglich erhebliche Zweifel angebracht sind, worauf vor kurzem ein Herr Dr. Klinkenberg im Newsletter der Homöopathie-Stiftung des DZVHÄ/ Ausgabe November 2014, hinwies:
      „Schauen Sie, die meisten von uns arbeiten mit Programmen wie Radar, Complete, Isis und anderen. Und die haben das Kent‘sche Repertorium als Basis. Ich habe den Kent genau untersucht und mir wurde klar: Der Kent wurde vor über 100 Jahren aus lückenhaften und schlecht übersetzten Sekundärquellen zusammengestellt.
      Ich könnte Ihnen Beispiele bringen, ich glaube Sie wären entsetzt.
      Ungefähr 40 Prozent aller Symptome und Symptomdetails aus den originalen Prüfungen wie z.B. Modalitäten, Orte und Empfindungen fehlen oder wurden unvollständig eingearbeitet. Im Kent finden Sie Fehler und Verdrehungen, dass einem buchstäblich die Haare zu Berge stehen, wenn man das mal genau untersucht...“

      Und zuletzt die, die lieber ihre ganz eigenen Wege zur Mittelfindung gehen - und dem Klienten noch ein paar zusätzliche Euronen für den Einsatz diverser Gaga-Verfahren abknöpfen: Auspendeln, Kinesiologie, Bioresonanz...

      Der Knaller ist für mich aber immer noch der Herr Krüger, Chefzauberer der Berliner Samuel-Hahnemann-Schule. Der schafft es, Hahnemann und den erzreaktionären Ex-Kuttenträger Suitbert „Bert“ Hellinger, der in den 1990er Jahren mit seinen Familienaufstellungen traurige Berühmheit erlangte, zu vermählen.
      „Arzneimittelentwicklungsaufstellung“ nennt sich dann der Nachwuchs aus der Liaison, und die ganze Sache funktioniert so:

      "Der Stellvertreter des Klienten geht am Ende der Aufstellung auf das Wunder (mit „Wunder“ meint der Krüger die schon vorweggenommen Heilung der Krankheit des Klienten) zu, wobei neben der Zielannäherungslinie zu beiden Seiten homöopathische Mittel aufgestellt werden, die zum Geschehen der bisherigen Aufstellung passen. Glaubt der Stellvertreter nun, eines dieser Mittel zu benötigen, um zum Wunder (also zur der ganz sicher wunderbaren Heilung) zu gelangen, nimmt er es an die Hand und schreitet mit ihm gemeinsam zum Ziel."

      Zu welcher Sorte Verordner nun der Herr Hümmer zählt, wer weiß? Vielleicht würfelt er, vielleicht blättert er den Boericke oder den Kent durch und lässt seine Patienten an einer beliebigen Stelle „Halt“ rufen, wer weiß?

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    7. Ok, ich sehe schon, Sie kennen sich richtig gut aus in der Materie. Dass in der Praxis wirklich Software verwendet wird, war mir nicht klar. Danke für die Aufklärung. Rituale wie die 'Arzneimittelentwicklungsaufstellung' finden Sie in fast jeder Kultur. Fast egal, was genau der Heiler oder Medizinmann macht, ob er um den Patienten herumtanzt oder sonst etwas, wichtig ist das Ritual an sich und dass der Kranke daran glaubt. Dann wird er sich danach immer besser fühlen.

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    8. Speziell für die Empfindungsmethode gibt es auch noch das VitalQuest Programm. Das war mir (glücklicherweise aus heutiger Sicht) immer zu teuer.
      Und ich denke auch, dass es aus Placebo Sicht gar nicht so übel ist, das Mittel auch noch "mit dem Computer" zu bestätigen. Manchmal hab ich den Eindruck, das lässt die Homöopathie noch seriöser wirken, dass es sogar solche Programme gibt. Es verstärkt sicher auch das Ritual...

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  7. Unsere Ersatzhebamme wollte das richtige Homöopathikum per Kinesologie herausfinden. Ich hab den Raum verlassen - sonst hätte ich nicht meine Klappe halten können. Aber was will man machen? Wir waren in dieser Situation abhängig. Was wenn etwas passiert bei dem wir die Hilfe der Ersatzhebamme benötigen und ich diese vorher verprellt habe?

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  8. @excanwahn
    hui, hui, holla....
    Gerade aus dem Urlaub zurück mit der Frage "wer bin ich", in die volle Praxis mit vielen kritischen Akademikern und schon herzlich gelacht! (Excanwahn könnte Komiker oder Nachfolger von Eugen Roth werden!).
    Hümmer würfelt nicht, Hümmer pendelt nicht, Hümmer macht nicht mal einen schamanischen Zauber und redet sogar (so einige Patienten) zu wenig über seine Überlegungen!
    Hümmer schaut einfach genau hin, hört genau hin, nimmt das Synthesis samt Radar zur Hand, schaltet die unzuverlässigen Autoren aus und konzentriert sich auf KLINISCH verifizierte Mittel, nimmt die kritische(!) Erfahrung von 30 Jahren schulmedizinischer (!) und homöopathischer Erfahrung zu Hilfe und beobachtet genau und selbstkritisch (!!!) die Reaktionen möglichst (!) jenseits der Suggestion. Und dann gibt es auch mal 10x KEINE EINDEUTIGE Reaktion und beim 11x eine sofortige (innerhalb von wenigen Stunden) EINDEUTIGE Reaktion....
    Und: Hümmer ist bereit, das alles überprüfen zu lassen in einer Studie, die von EXCANWAHN oder Dr. Aust geleitet wird!
    Und: Hümmer war über 30 Jahre keine Gefahrenquelle für seine Patienten, gerade weil er auch gegenüber der Hochschulmedizin immer seinen kritischen Kopf behalten hat!
    Und: Hümmer ist lernbereit!
    Und lieber excanwahn: Über materielle Wirkmechanismen müssen wir hier doch nicht mehr diskutieren, soweit sollte ihre Lernbereitschft schon gehen (siehe Studie über hochverdünntes Gelsemium beim Austblog, siehe "immaterielle Wirkungen auf der emotionalen Ebene" laut Grams, siehe MRT, siehe Ultraschall, siehe Röntgen etc., etc.
    Herzlichst Ihr
    resilienter, halsstarriger (da bestätigen Sie allerdings eine andere Person, die ihn seit 35 Jahren aushält)
    Heinrich Hümmer

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    1. Hallo und willkommen zurück aus dem Urlaub, lieber Herr Dr. Hümmer. Damit sich die Diskussion nicht nur im Kreis dreht. Bitte beachten Sie, dass meine "immaterielle" Wirkung folgendermaßen definiert wurde (s.o.): "die Globuli geben Hoffnung oder ein gutes Gefühl, sind eine Möglichkeit sich selbst zu helfen, transportieren eine Auto-Suggestion, wirken über den Placebo-Effekt, wirken aus bereits gemachter Erfahrung oder aufgrund von Empfehlungen. Dies sind normale menschliche Prozesse, die zwar nicht "materiell" sind, aber es ist auch nichts übernatürliches daran. Wir brauchen nichts homöopathisches, um diesen Effekt zu erklären."

      Ihre 11. "passende" Reaktion gegen Zufall abzugrenzen - wie mag Ihnen das gelingen?

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    2. "Und dann gibt es auch mal 10x KEINE EINDEUTIGE Reaktion und beim 11x eine sofortige (innerhalb von wenigen Stunden) EINDEUTIGE Reaktion..."

      10 von 11 Fällen erfolglos behandelt. Bei dem einen "erfolgreichen" Fall leider keine Ahnung, woran das liegt.

      Go, Globuli, Go!

      Habe ich vor Ihnen gewarnt? Wenn nicht, dann soll das hiermit geschehen.

      Außerdem fände ich es angemessen, sich mal zum Belladonna-Wunder zu äußern.

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  9. @excanwahn:
    Schade!...leider unter der Gürtellinie!
    Auf grund der obigen Bemerkung bin ich versucht, Ihnen die Erfahrung der hilflosen Schulmedizin zu wünschen, dann sind Sie nämlich HEIL-froh, wenn Ihnen das 11.(!) homöopathische Mittel hilft. Zu mir kommen nämlich überwiegend solche Fälle!
    Und zu Ihrer Information: Während der homöopathischen Praxistätigkeit bin ich über 20 Jahre als Notarzt tätig gewesen und war mir damals ebenso wie heute SEHR GENAU über die Grenzen der Homöopathie bewußt, sodass ich NIEMALS eine nötige oder erfolgversprechende allopathische Therapie unterlassen habe!!! Das fundierte Wissen in der schulmedizinischen Pharmakologie war immer mein Steckenpferd!
    Und dann kommt (wie aktuell) ein Fall von "Dermatitis herpetiformis Duhring", ausgelöst durch Terbinafin, wo der Dermatologe eigentümlicherweise nicht auf die Idee kommt, bei einwöchiger (!) Latenz einen Zuasammenhang zwischen dem Antimykotikum und der Hauterscheinung herzustellen (im Arzneitelegramm und in der Literatur sind viele, viele ähnliche Fälle gemeldet). Da hilft dann außer Immunsuppression "leider" nur die Homöopathie, und da vielleicht erst das 11. Mittel....
    Der Patient allerdings ist sehr froh über den positiven (Juckreiz!!!-Reduktion!!!! und Abheilung der Hauteffluorezenzen) Effekt des 11. Mittels....!
    Zu Belladonna nur soviel: Ihre Überlegungen zur Belladonna-Reaktion sind natürlich bedenkenswert, ich will nur soviel dazu bemerken, dass die Patientin nicht wußte, welches Mittel sie erhält.
    Mit sonntäglichen Grüssen
    Heinrich Hümmer
    dipl. Ing.
    Arzt

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  10. Lieber Herr Hümmer.
    Noch mal die Frage. Wie wollen Sie unterscheiden, ob es tatsächlich das 11. Mittel war und nicht folgendes Phänomen: "Die Kunst der Medizin besteht darin, den Kranken so lange bei Laune zu halten, bis die Natur die Krankheit geheilt hat." Voltaire (1694 bis 1778)

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  11. Liebe Frau Grams,
    ich gehe jetzt einmal auf grund Ihrer fundierten homöopathischen Ausbildung sowie der langjährigen Erfahrung davon aus, dass Sie ebenso wie ich folgende Reaktionen auf homöopathische Mittel beobachtet hatten (innerhalb von höchstens 24 Stunden!)
    - keine Verbesserung der vitalen Parameter
    - Besserung so-la-la, auch vereinbar mit Placeboeffekt oder Zuwendung
    - weitere Verschlechterung der Symptome einschließlich Psyche, was von vielen Homöopathen fälschlicherweise (so meine Einschätzung) als Erstverschlimmerung (gibts die überhaupt auf der inneren- bzw. psychischen Ebene?) und damit "hervorragende Reaktion" fehlgedeutet wird
    ODER:
    - sofortige (!) Entspannung auch psychisch und Müdigkeit bis hin zu imperativem Schlafdrang am selben Tag
    - auffällige Verbesserung vitaler Parameter einschließlich z.B. bronchialer Spastik, allergischer Erscheinungen wie Urtikaria und Juckreiz
    - deutlichste Verbesserung von Schmerzen und Entzündungserscheinungen
    - deutlichste Verbesserung von Blutwerten einschließlich der Entzündungsparameter und (mittelfristig) z.B. Reduktion der Anzahl zirkulierender epithelantigenpositiver Zellen im MAINTRAC-Verfahren bei Tumorgeschehen
    - deutlich verstärktes Träumen schon in der ersten Nacht nach Mittelgabe
    Wenn ODER eintritt, gehe ich, sofern sich die positive Entwicklung fortsetzt von einer Wirkung des homöopathischen Mittels aus.
    Wenn nach 4 Wochen oder 3 Monaten eine Veränderung zu beobachten ist, kann es alles gewesen sein (Empathie, veränderte Lebensumstände, Spontanverlauf etc)
    Nach wie vor frage ich mich allerdings selbst, warum ich so auf der Beweisbarkeit der Wirkung homöopathischer Mittel insistiere, könnte mir ja eigentlich auf gut bayerisch "wurscht" sein.....
    Mit lieben Grüssen von Häretiker zu Häretikerin
    Heinrich Hümmer

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  12. Hallo Herr Hümmer,

    sie machen sich was vor.

    Wie bekommen sie die beiden Aussagen:

    "ebenso wie Sie es erlebt haben (!?) sehe ich tagtäglich Reaktionen auf die (!) Globuli, die ich einfach nicht mit irgendeinem Placebo- oder Suggestionseffekt erklären kann."

    und

    "Und dann gibt es auch mal 10x KEINE EINDEUTIGE Reaktion und beim 11x eine sofortige (innerhalb von wenigen Stunden) EINDEUTIGE Reaktion"

    unter einen Hut?


    Und von einer Wunderheilung kann ich aktuell auch berichten:

    Sogar bei einem Tier. Eine unserer Katzen, Paula, hat gesundheitliche Probleme. Unter anderem mit der Bauchspeicheldrüse. Das führt dazu, dass sie sich mehrmals die Woche übergeben muss. Zuletzt hatte sich das aber soweit gesteigert, dass es mehrmals täglich war. Meine Frau und ich haben uns das eine Weile angesehen und sind dann zum Tierarzt unseres Vertrauens gegangen. Diese hat die Paula untersucht und ihr Blut abgenommen. Sonst nichts. Und siehe da – das ist jetzt mehrere Wochen her und seitdem hat sich Paula nicht mehr übergeben.

    Worauf ich hinaus will: Hätte unsere Tierärztin Globuli verschrieben (die ich nicht angenommen hätte) hätten wir eine Korrelation. Aber eben keine Kausalität. Es wäre schlicht Zufall gewesen, dass die Verbesserung des Gesundheitszustandes und die Globuli zusammengekommen wären.

    Bei Millionen von Menschen (und Tieren) die Millionen von Globuli in Millionen von Fällen nehmen ist es kein Wunder, dass es derartige Korrelationen gibt. So wie bei ihnen und Paula.


    Viele Grüße
    ringo74

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  13. Hümmer. Das, was Sie da so von sich geben, erschüttert.


    „Auf grund der obigen Bemerkung bin ich versucht, Ihnen die Erfahrung der hilflosen Schulmedizin zu wünschen, dann sind Sie nämlich HEIL-froh, wenn Ihnen das 11.(!) homöopathische Mittel hilft. Zu mir kommen nämlich überwiegend solche Fälle!“

    Tja, leider 10 von 11 vergebens. Und beim 11., schaut man dann mal genau hin, gibt´s ´ne Menge guter Gründe für die Annahme, dass es sich nicht um eine wirkende homöopathische Arznei handelt.

    Z.B. die Anekdote "Dermatitis herpetiformis Duhring": Zuerst einmal war es kein Morbus Duhring, und wenn doch, dann war der nicht durch Terbinafin ausgelöst. (Ich wüßte auch gern, wo Sie bei a-t die dementsprechenden Hinweise gelesen haben).
    Dermatitis herpetiformis Duhring ist eine Sonderform der Zöliakie, die sich an der Haut manifestiert. Mit Terbinafin gibt´s nicht den geringsten Zusammenhang.

    Was Sie im a-t gelesen haben, waren Hinweise auf Hautprobleme als Nebenwirkung von Terbinafin.
    Da hilft dann nicht „Immunsuppression und "leider" nur die Homöopathie“, sondern das Mittel abzusetzen.

    Immunsupression ist Therapieoption bei Morbus Duhring, nur der lag, so wie Sie die Geschichte vorstellen, wohl nicht vor. Ich denk´mal, die Wirkung des Homöopathikums lässt sich darauf zurückführen, dass Terbinafin abgesetzt wurde. Oder wurde es weiter verabreicht, obwohl Nebenwirkungen auftraten?

    Mit Ihrer Diagnose Morbus Duhring lagen Sie jedenfalls daneben.
    Wie heißt das noch hässliche Wort? Fehldiagnose?


    „ Und zu Ihrer Information: Während der homöopathischen Praxistätigkeit bin ich über 20 Jahre als Notarzt tätig gewesen und war mir damals ebenso wie heute SEHR GENAU über die Grenzen der Homöopathie bewußt, sodass ich NIEMALS eine nötige oder erfolgversprechende allopathische Therapie unterlassen habe!!!"

    Das, Dr. Hümmer hätte ich als Notarzt auch nicht. Allein schon wegen standes- haftungs- und strafrechtlicher Konsequenzen...


    „ Das fundierte Wissen in der schulmedizinischen Pharmakologie war immer mein Steckenpferd!“

    Vielleicht hätten Sie das Fach studieren sollen?


    „Zu Belladonna nur soviel: Ihre Überlegungen zur Belladonna-Reaktion sind natürlich bedenkenswert, ich will nur soviel dazu bemerken, dass die Patientin nicht wußte, welches Mittel sie erhält.“

    Das habe ich schon verstanden, großer Meister, nicht ohne Grund schrieb ich: „ Dann spielt Hümmer die Karte des optimierten Placebos aus - 3 geheimnisvolle Kügelchen aus dem Ärmel gezaubert, volle Power, C200 - und überzieht.
    Aber was mich doch ein wenig irritiert: Verordnen Sie eigentlich des öfteren Mittel, ohne Ihren Patienten zu sagen, was da eigentlich drin ist? Vielleicht besser, drin war?

    Nebenbei, die Rechtsprechung hat dazu eine ziemlich unmissverständliche Ansicht: „Der ärztliche Heileingriff ist aus rechtlicher Sicht eine rechtswidrige Körperverletzung. Um die Rechtswidrigkeit der Körperverletzung zu beseitigen, bedarf es der Einwilligung des Patienten, die wiederum nur wirksam ist, wenn der Patient weiß, worin er einwilligt. Da auch die Behandlung mit einem Medikament zum ärztlichen Heileingriff gehört, muss der Arzt die Einwilligung des Patienten einholen und dazu über das Arzneimittel gehörig aufklären (BGH 2005, AZ VI ZR 289/03)

    Hatte ich vor Ihnen gewarnt? Hatte ich schon, oder?


    „Wenn ODER eintritt, gehe ich, sofern sich die positive Entwicklung fortsetzt von einer Wirkung des homöopathischen Mittels aus.“

    Ja nee, Dr. Hümmer, ist klar. Kann ja auch nichts anderes sein. Wie war noch die Quote für „Oder“ ? 1 von 11.
    Ja nee, Hümmer, ist klar, homöopathische Arzneien wirken, besonders wenn Sie mit Ihren diagnostischen Fähigkeiten den Zustand des Patienten beurteilen, Sie Dr.House vom Ammersee.

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  14. ...und damit wäre der Beweis erbracht: Homöopathie hat rein gar nichts mit Wissenschaft zu tun, denn es ist ein wichtiger Bestandteil wissenschaftlicher Methoden, Theorien möglichst starker Kritik und Überprüfung auszusetzen.

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  15. Zum Thema 'Kausalität und Korrelation' möchte ich nur folgendes anmerken: In Norddeutschland kann man in den letzten Jahrzehnten einen deutlichen Rückgang der Storchenpopulation feststellen. Im gleichen Zeitraum ging die Geburtenrate zurück. Wer daraus den durchaus naheliegenden Schluss zieht, dass der Storch die Kinder bringt, der hat den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nicht verstanden...

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  16. @ ex-wahn:
    Wie man aus Ihrem Diskussionsstil unschwer ersehen kann, haben Sie es nötig, unter Pseudonym zu schreiben, damit man nicht vor Ihnen warnen kann.
    Nehmen Sie sich doch bitte einmal ein Beispiel am Leiter des "Beweisaufnahme-Homöopathie" Blogs Dr. Aust, der einen fairen und freundlichdlichen Stil pflegt, auch wenn er gänzlich kontroverser Ansicht ist.
    Zur Dermatitis herpetiformis Duhring nur soviel bzgl. Ihren oberflächlich hingeschmissenen wenn nicht gar hingero.........Aussagen:
    1. Aksakal BA, Ozsoy E, Arnavut O, Ali Gurer M (2003) Oral terbinafine-induced bul-lous pemphigoid. Ann Pharmacother 37 (11): 1625 - 1627
    Die Diagnose wurde übrigens bioptisch gesichert, Terbinafin hat der Patient selbst abgesetzt, die Hauterscheinungen wurden darauf und auf klebereiweisfreie Diät nur unwesentlich besser....Haben Sie die gemeldeten Arzneinebenwirkungsfälle bzgl. der Hauterscheinungen auf Terbinafin bei a-t wirklich alle gelesen??? Auch die Meldung über den Todesfall??
    Ich scheine bei Ihnen irgend einen irrational-unsicheren Punkt getroffen zu haben, anders kann ich mir Ihren "um sich beißenden" Diskussionsstil nicht erklären. Sorry, war nicht meine Absicht!
    Aber prinzipiell diskutiere ich dann doch lieber mit Leuten, die einen freundlichen, bei aller "wissenschaftlichen Gegnerschaft" sich gegenseitig achtenden Umgang miteinander pflegen. Und wenn Sie das Buch von Frau Dr. Grams genau gelesen haben, dann können Sie darin auf vielen Seiten den Aufruf zum achtsamen und einfühlsamen Umgang mit dem Patienten (bzw. miteinander!) herauslesen.
    Und diesen Anspruch dürfte auch dieser Blog haben......

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  17. @Dr. Hümmer

    Wen wollen sie denn wegen was vor excanwahn warnen?

    excanwahn hat ganz sicher seinen eigenen Stil. Der ist auch manchmal recht derbe aber immer fair. Und ganz ehrlich: Sie dürfen sich nicht wundern. Sie und ihre Kollegen haben einen desaströsen Diskussionsstil. Sie ignorieren alles, was ihnen nicht in den Kram passt und wiederholen einfach immer und immer wieder den selben Schmarn. Das das bei unterschiedlichen Kritikern zu unterschiedlichen Reaktionen führt ist doch wohl klar.

    So ignorieren sie die Frage, warum sie ihre Patientien über die Art des Homöopathikums im unklaren gelassen haben. Oder sie kommen mit Sprüchen wie "Terbinafin hat der Patient selbst abgesetzt". Woher wissen sie das das wirklich so war? Nie eine Folge Dr. House gesehen? "Alle Patienten lügen". Ich gehe jede Wette ein, das sie Wissen, dass die Aussage "Terbinafin hat der Patient selbst abgesetzt" vollkommen Bedeutungslos ist. Es passt nur nicht in ihr Weltbild und wird deswegen einfach ignoriert.

    Kritiker wie excanwahn reagieren da eben auch mal angefressen.

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  18. Lieber Dr. Hümmer, ich schließe mich ringo74s Worten an. Excanwahn ist hart, aber er hat sich auch schon die Finger wund diskutiert, ich selbst bin erst so kurz dabei und manchmal brodelt auch in mir nur noch bitterer Sarkasmus. Auch Ihnen habe ich zwei Mal eine Frage gestellt - unbeantwortet. Auch Ihnen habe ich mehrfach gesagt, dass Sie mich falsch zitieren/interpretieren mit dem "immateriellen" - ohne Reaktion oder Einsicht.
    Insofern, Sie bleiben zwar freundlich und höflich aber dennoch absolut uneinsichtig, was Ihre eigenen, schweren Denkfehler betrifft. Das macht traurig. Und wütend. Und auf lange Zeit wohl auch sarkastisch.

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  19. Liebe Frau Grams,
    ich würde gerne noch einmal genau hören, wo MEINE SCHWEREN DENKFEHLER sind.
    Die Frage, warum ich das 11. Mittel (viel öfter ist es das 2. oder 3. oder auch mal keines, dann kommt der meist frustrane Versuch, mittels Schulmedizin zu überbrücken) als das Wirksame einordne, hatte ich durch die angeführten möglichen Reaktionsschemata als ausreichend beantwortet erhofft. Und JA, es verbleibt bei diesen Beurteilungskriterien natürlich ein "Restsubjektivismus". Genau den hatte ich in der Pilotstudie über die homöopathische Begleitbehandlung bei Mamma-Karzinom mit dem objektiven Verlaufs-Paramter "Anzahl epithelantigenpositiver Zellen" (Maintrac-Analyse) zu eliminieren versucht (eine Folgestudie war mangels Interesse der konservativen Homöopathengemeinde und "verständlicherweise" der Hochschulmedizin als Einzelperson nicht möglich!).
    Hümmer H, Pachmann K, Pachmann U.
    Adjuvante homöopathische Therapie bei konventionell behandeltem Mammakarzinom
    Veröffentlicht im Medium:
    AHZ 2005, 250:127-133
    Und nocheinmal die Bitte an Sie, damit ich Sie nicht immer wieder fehlinterpretiere, mir Ihren Satz in Ihrem Buch zu erklären: "Ab der emotionalen Ebene haben wir es NICHT MEHR MIT REIN MATERIELLEN, MESSBAREN, biologisch-physikalischen Tatsachen zu tun" (S.179) und andererseits Ihre Behauptung bzgl. der homöopathischen Mittel:"OHNE MATERIE KEINE WIRKUNG". Das bekomme ich einfach nicht zusammen, Das erscheint mir als IHR ZENTRALER DENKFEHLER (entstanden vermutlich aus der plötzlichen Erkenntnis und folgenden Enttäuschung über das baufällige homöopathische Dogma-Gebäude).
    Hier bin ich in der Tat "absolut uneinsichtig", was Sie aber nicht traurig und wütend sondern vielleicht nachdenklich machen sollte.
    Mit herzlichen Grüßen
    Heinrich Hümmer

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  20. Ach Herr Dr. Hümmer.

    Sie schreiben wiederholt sehr viel ohne auf die vielen offenen Fragen einzugehen. Genau das habe ich in meinem letztem Posting gemeint. Sie weichen einer echten Diskussion aus.

    Nur als Beispiel aus ihrem aktuellen Posting:

    "hatte ich durch die angeführten möglichen Reaktionsschemata als ausreichend beantwortet erhofft."

    Unsere Frage war nun: Wie unterscheiden sie bei den Reaktionsschemata Zufall von Wirkung?

    Sattdessen versteifen sie sich auf 2! Sätze aus Frau Grams Buch. Selbst wenn das nicht zusammenpasst: Welche Bedeutung hat das für die Homöopathie? Sie meinen eine Fehler gefunden zu haben und beißen sich daran fest in der Hoffnung es würde nicht auffallen, dass sie die wirklich interessanten Fragen nicht beantworten.

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  21. Lieber Herr Dr. Hümmer, lassen Sie sich auf ein (umhomöopathisches) Experiment ein? Lesen Sie doch einmal Dobellis "Die Kunst des klaren Denkens" oder das etwas dickere "Schnelles Denken, langsames Denken" von Kahneman. Diese Bücher haben mir die Augen über Denkfehler - über die wir uns als Homöopathen erhaben wähnen - geöffnet.

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  22. Albrecht Bodegger1. Oktober 2015 um 22:15

    Um das nochmal zu konkretisieren: Bei dem Patienten entstand unter Terbinafin-Einfluss wohl ein bullöses Pemphigoid oder etwas ähnliches. So weit, so gut und in der Literatur bereits beschrieben. Ist es dann nicht ziemlich normal, dass sich das irgendwann zurückbildet, wenn man das Terbinafin abgesetzt hat? Abgesehen davon, dass die meisten Dermatologen das wahrscheinlich direkt mit Cortison behandelt hätten, wie so oft, wenn ihnen nichts besseres einfällt. Schön, dass es dem Patienten auch ohne wieder besser geht, aber sicher kein Beweis für die Wirksamkeit des 11. Homöopathikums. Vielleicht aber ein Hinweis darauf, dass Sie den Patienten einigermaßen gut bei Laune gehalten und schließlich seine Selbstheilungskräfte gesiegt haben. Das ist ohne Zweifel auch eine therapeutische Leistung, die man würdigen sollte, hat jedoch nicht zwingend etwas mit dem konkret ausgewählten Homöopathikum zu tun. Es könnte Zufall sein und vielleicht hätte JEDES andere das elfte sein können. Gerade bei der Heilung von Hauterkrankungen und Wunden spielt nämlich die Psyche eine nicht unerhebliche Rolle.

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  23. Hümmer, Sie machen sich lächerlich.

    In Ihrem Beitrag redeten Sie von „Dermatitis herpetiformis Duhring“ (Morbus Duhring).
    Bei der Diagnose der Erkrankung Morbus Duhring ist differentialdiagnostisch, wegen ähnlicher Symptomatik, u.a. an ein bullöses Pemphigoid (BP) zu denken. Es handelt sich also um unterschiedliche Erkrankungen.

    Die Ätiopathogenese des Morbus Duhring zeigt unmissverständlich auf eine (subklinische) Zöliakie als Primärerkrankung. Dementsprechend stellt die AMWF-Leitlinie zur Zöliakie mit starkem Konses fest: „Die Dermatitis herpetiformis Duhring ist eine Sonderform der Zöliakie, die sich an der Haut manifestiert. Betroffenen Personen soll eine gastroenterologische Mitbetreuung angeboten werden.“

    Es gibt nicht eine einzige Stelle in der Literatur, in der die Entstehung eines Morbus Duhring in Zusammenhang mit dem Antimykotikum Terbinafin gebracht wird; auch a-t liefert hier nichts.

    Die von Ihnen als „Beweis“ Ihrer Theorien vorgelegte Studie bezieht sich dann auch - was nicht wundert - auf ein Arzneimittel-induziertes bullöses Pemphigoid (BP), das, wie schon erwähnt differentialdiagnostische vom Morbus Duhring abgegrenzt ist.

    Vollständig wirr wird es, wenn Sie von einer abgesicherten Diagnose reden. Welche Diagnose? Die eines eines Morbus Duhring eines bullösen Pemphigoid (BP), oder gar um die einer unerwünschten Arzneiwirkungen?

    Wenn es sich um einen Morbus Duhring handelt, dann ist die von Ihnen als Beweismittel vorgelegte Studie hier unsinnig, denn die spricht eindeutig von bullösem Pemphigoid.

    Wenn es sich um ein bullöses Pemphigoid (BP) handelt, ist Terbifanin zumindest denkbar, wenn auch äußerst selten.

    Wenn es sich um unerwünschte Arzneiwirkung handelt - was nebenher die wahrscheinlichste Diagnose ist - kann man sich das Herumgestocher im Pschyrembel sparen, und das Naheliegenste machen, nämlich das Medikament absetzen. Ist aber zu einfach, weil als Homöopath und Heiler chronischer Erkrankungen, muss man ja ´nen Patienten mit ´ner chronische Erkrankung haben, damit man heilen kann...

    Deswegen sind Sie sich ja auch völlig sicher, dass es sich um Morbus Duhring handelt.
    Es erstaunt dann nur, dass Sie schreiben, der Patient hätte auf klebereiweisfreie Diät nur unwesentlich reagiert...

    Was nun die erwähnte unwesentliche Verbesserung nach abgesetztem Medikament angeht: Bis Terbifanin aus dem Plasma verschwunden ist, dauert es Tage bis Wochen. Dementsprechend dürfte es auch einige Zeit gedauert haben, bis der Juckreiz aufhörte. Fällt die Gabe eines Placebos in diese Zeit, in der sich, nach Abbau des Wirkstoffs, die unerwünschten Nebenwirkungen verflüchtigen, dann kann das leicht den Eindruck erzeugen, es läge eine kausaler Zusammenhang vor. Aber das ist kein gänzlich unbekanntes Phänomen im Zusammenhang mit der Frage nach der Ursache, wie Placebos Wirksamkeit suggerieren.
    Ich bleib´mal erst einmal dabei: Sie haben falsch diagnostiziert.

    Was den Rest Ihres Beitrags angeht:

    Die neu eröffneten Nebenkriegsschauplätze lasse ich mal unbeachtet.

    Was mich aber so nicht hinnehmen will, ist das Einfordern von höflichen Umgangsformen.

    Es gibt keinen Anlass, mit Ihnen höflich umzugehen. Was Sie nicht begreifen wollen oder können ist, dass Sie - in Ihrem Beruf als Arzt - eine Gefahr sind. Sie sind mit Ihrer Ignoranz genauso ein Risiko, wie ein Automechaniker, der die Drehmomentvorgaben bei Anziehen einer Radmutter mißachtet, wie ein Pilot, der ein defektes Instrument ignoriert, wie ein Koch, der sich nicht die Pfoten wäscht, wie ein Elektriker, der ein Erdungskabel nicht anschließt, oder wie ein Polizist, der sich nicht vergewissert, ob sein Dienstwaffe entspannt und gesichert ist.

    Ich hab´unter anderem Qualitätsmanagement gelernt, mit allem was da so zugehört. Mir sind Ignoranten zuwider, die aus Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit oder weil sie der Meinung sind, dass Regeln nur für andere gelten, Leben und Gesundheit derer riskieren, die auf Professionalität vertrauen. Keine Gnade mit Pfuschern, Dr. Hümmer.

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  24. @ringo74
    Die obig grob aufgeführten Reaktionsschemata sollen es ermöglichen, zwischen zufälligen-, Placebo-, Suggestions- und Zuwendungsreaktionen auf der einen Seite und Reaktionen auf der anderen Seite, die unmittelbar, "unerwartet", und auffallend beschleunigt (gegenüber normalen Verläufen) in richtung Genesung (z.B.AZ, CRP, Schmerzintensität, Schleimhaut-und Hautaspekt) ablaufen, "einigermaßen" zu differenzieren. Wie schon oben erwähnt, bleibt dabei natürlich eine (je nach Selbstkritikfähigkeit des Behandlers) nicht unerhebliche mögliche Subjektiv-Fehleinschätzung, die aber z.B.mit dem MAINTRAC-Verfahren eliminiert werden könnte.-Ausreichend klar beantwortet? Noch unbeantwortete Fragen?
    @Dr Grams
    Ich werde Ihre Empfehlung mit Interesse umsetzen!
    @Albrecht Bodegger
    Sehr angenehm, dass Sie nicht unter Pseudonym schreiben!
    Der Terbinafin (Akut)-Auslöser ist vom zeitlichen Zusammenhang und vom Nebenwirkungsprofil von Terbinafin sehr wahrscheinlich. Die bioptisch ("Dermatitis herpetiformis Duhring") gesicherte Hauterscheinung hat sich nun leider trotz weitergehender glutenfreier Diät und selbstverständlich Absetzen vonTerbinafin (nicht Terbifanin wie oben fälschlicherweise genannt) seit Wochen nicht wieder zurückgebildet und hält sich offenbar einfach nicht an universitäre, "eminenz-blasierte-Medizin" (EBM), Ätiopathogenesen und Leitlinien.......
    Und ein Mißverständnis möchte ich noch aufklären: Obigen Fall der "Dermatitis herpetiformis Duhring" habe ich erst akut aufgenommen und noch kein homöopathisches Mittel gegeben, da ich den"Spontanverlauf" bzw. Verlauf unter "leitliniengerechter" Behandlung erst einmal beobachten will!
    Das "11.Mittel" war nur ein überzeichnetes Beispiel für eine völlig "unerwartet" positive SOFORT-Reaktion jenseits von Zuwendungsintensität.
    @ex-Wahn
    Ich kann gut verstehen, dass Sie die Anonymität brauchen!

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  25. "Und dann kommt (wie aktuell) ein Fall von "Dermatitis herpetiformis Duhring", ausgelöst durch Terbinafin, wo der Dermatologe eigentümlicherweise nicht auf die Idee kommt, bei einwöchiger (!) Latenz einen Zuasammenhang zwischen dem Antimykotikum und der Hauterscheinung herzustellen (im Arzneitelegramm und in der Literatur sind viele, viele ähnliche Fälle gemeldet). Da hilft dann außer Immunsuppression "leider" nur die Homöopathie, und da vielleicht erst das 11. Mittel....
    Der Patient allerdings ist sehr froh über den positiven (Juckreiz!!!-Reduktion!!!! und Abheilung der Hauteffluorezenzen) Effekt des 11. Mittels....!"


    "Obigen Fall der "Dermatitis herpetiformis Duhring" habe ich erst akut aufgenommen und noch kein homöopathisches Mittel gegeben..."

    Im fiktionalen Raum kann man schon vorweg von Heilungen berichten, deren Therapie man noch nicht begonnen hat.

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  26. Albrecht Bodegger2. Oktober 2015 um 17:37

    Das verwirrt mich jetzt allerdings, Herr Hümmer. Ich dachte auch, dass wir einen konkrete Anekdote diskutieren und keine fiktive. Wenn Sie einen Zusammenhang mit Terbinafin herstellen, sollten Sie ernsthaft nochmal über Ihre Diagnose nachdenken (siehe die von Ihnen angeführte Literatur). Ich wünsche viel Glück bei der Auswahl des 'richtigen' Homöopathikums. Nochmal was zum Nachdenken für Sie zur Kausalität: Neulich habe ich an einer roten Fußgängerampel ein kleines Mädchen beobachtet, das 'hex hex' gerufen hat, und direkt danach wurde die Ampel grün. Jetzt überlegen Sie mal, wie oft das wohl klappen mag. Sehr, sehr oft! So oft, dass das Mädchen vielleicht glaubt, dass ihr 'Zauberstab' magische Kräfte hat. Manchmal, eher selten, klappt es allerdings auch erst beim 11. Mal. Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden, was die Duhring-Geschichte angeht.

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  27. @Dr. Hümmer
    Tatsächlich haben sie immer noch jede Menge Fragen nicht beantwortet. Z.B. ob sie ihrer Patienten tatsächlich nicht mitgeteilt haben, welches Homöopathikum sie bekommt. Auf excanwahn Erklärungsversuch sind sie auch nicht wirklich eingegangen.

    Ohne Mediziner zu sein erscheint mir ihre Einteilung zwischen "normalen" Verlauf und Verlauf unter Globuli willkürlich zu sein. Sie scheinen einfach jeden Verlauf der ihnen in den Kram passt als unnormal zu definieren.

    Und was sagen sie zu meiner Katze? Die sitzt, während ich das hier schreibe, auf meinem Schoß un erfreut sich bester Gesundheit. Ist das ein normaler Verlauf?

    Davon ab. Meine Frage war ja wie sie den Verlauf unter Placebo vom Verlauf unter Globuli unterscheiden? Nicht den normalen Verlauf gegen Globuli. Ich behaupte, dass sie das gar nicht können, da sie den verlauf unter Placebo schlicht nicht kennen.

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  28. @ringo74
    - Der "Belladonna-Patientin" hatte ich das Mittel definitiv nicht mitgeteilt.
    - Ich sage den Patienten nur dann, um welches Mittel es sich bei der Gabe handelt, wenn sie darauf bestehen, es wissen zu wollen.
    Ich verspreche ihnen aber, es zu einem späteren Zeitpunkt mitzuteilen.Wenn sie darauf bestehen, den Namen wissen zu wollen, bitte ich sie,
    nichts über das Mittel nachzulesen, UM EINEN SUGGESTIVEFFEKT MÖGLICHST ZU VERMEIDEN.
    - die Erklärungsversuche von ex-Wahn sind selbstverständlich sämtlich in die Überlegungen einzubeziehen.
    - wenn über längere Zeit anhaltende Schmerzen nach der Gabe eines Homöopathikums binnen Stunden sistieren oder ein anhaltend erhöhter
    Entzündungsparameter (CRP) sich binnen eines Tages plötzlich normalisiert, schreibe ich dies EHER der Rektion auf das homöopathische Mittel
    zu. Aber: "Eine Grippe dauert ohne Doktor eine Woche und mit Doktor 7 Tage". D.h. z.B: Im Verlauf eines Virusfiebers sind spontane
    Fieberschübe und plötzliche Entfieberung normal, und es ist schlichtweg naiv, die Entfieberung immer dem homöopathischen Mittel
    zuzuschreiben.
    - ich freu mich für sie und ihre Katze und weiß, dass die Selbstheilungskräfte eine tolle Selbstregulation der Natur darstellen, der wir zuallererst
    einmal vertrauen sollten und können.
    - in der Tat gebe ich sehr selten Placebos, da ich dies als einen Betrug an meinen Patienten empfinden würde, kann also zur Differenzierung
    zwischen Verlauf unter Placebo versus Globuli keine Wertung abgeben.
    - wenn sie einmal einen Verlauf unter homöopathischer Gabe jenseits jeglicher Placebo-Möglichkeit sehen wollen, schauen sie sich die Reaktion
    von Patientin"1" in meiner Studie über das Mamma-Carzinom an (http://www.maintrac.de/publikationen.php) - und können dann bei weiterer
    Lektüre auch registrieren, dass es selbstverständlich auch "nicht eindeutige Reaktionen" und "Nichtansprechen" auf homöopathische Mittelgabe
    gibt.....

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  29. Albrecht Bodegger3. Oktober 2015 um 19:34

    Herr Hümmer, diese Patientin Nr. 1 ist doch wieder eine Anekdote der Kategorie Belladonna, diesmal jedoch wissenschaftlich verpackt. Ich bin kein Experte, was Studiendesign oder Statistik angeht, außerdem hab ich mir Ihre Studie nur kurz angesehen, also bitte korrigieren Sie mich, wenn ich etwas fehlinterpretiere. Sie schreiben selbst in der Einleitung der Studie, dass die spezifische Wirkung homöopathischer Arzneien noch nie bewiesen wurde und dass das unter anderem oft an statistischen Mängeln liegt. Diese Erkenntnis ist schon mal sehr löblich. Dann wird es wirklich interessant. Sie wählen die Anzahl zirkulierender epithel-antigen-positiver Zellen als Surrogatparameter. Ok. Kann man machen. Sie begründen das ja. Dann folgt eine rein deskriptive Fallserienstudie , also ohne Kontrollgruppe. Das stellt schonmal eine der untersten Stufen an Evidenz dar. Sie beschreiben ganze fünf unterschiedliche Fälle, in denen Homöopathie adjuvant angewendet wurde, teils neben Operationen, Bestrahlung, Chemo oder auch Trastuzumab. Dann stellen Sie bei einem Fall von fünf, Patientin 1, einen zeitlichen Zusammenhang zwischen der Gabe des Homöopathikums und dem Verschwinden der zirkulierenden epithel-antigen-positiven Zellen her. Daraus folgern Sie in der Diskussion, dass "die homöopathische Therapie ebenso zur Remissionserhaltung beitragen kann wie die etablierten Tumortherapien". Diese Schlussfolgerung erscheint mir, um es vorsichtig auszudrücken, sehr gewagt. Da sind wir wieder beim Thema Kausalität. Schließlich war die Frau vorher schon operiert, wenn ich das richtig verstehe.
    Zur ersten Anekdote:
    Sie bitten also manchmal Ihre Patienten, nichts über das Mittel nachzulesen. Also wenn mir mein Arzt sagen würde: Ich geb Dir jetzt mal Belladonna, aber bitte informiere Dich nicht über die mögliche Wirkung, gerade dann, und vielleicht nur dann, würde ich das aber hundertprozentig nachschlagen oder googeln.

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  30. @Albrecht Bodegger
    Nur ein kurzer Hinweis: Die im MAINTRAC gemessenen epithelantigen -positiven Zellen sind KEIN Surrogatparameter!
    Wie Sie aus den zahlreichen Veröffentlichungen von Frau Prof. Pachmann (Mitautorin meiner PILOT-Studie) ersehen können, ist deren Ansprechen auf jedwede (!) Tumortherapie einschließlich der neoadjuvanten Chemotherapie hochsignifikant mit Remission und Überlebenszeit korreliert und deswegen auch auf dem ASCO-Kongress von der onkologischen Fachwelt als wichtiger, hochsensitiver Verlaufsparameter bei Tumoren anerkannt worden.
    Und: zum Glück ist das Verhältnis zwischen meinen Patienten und mir von einem hohen Grad an gegenseitigem Vertrauen, Achtung und Loyalität geprägt.

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  31. Albrecht Bodegger5. Oktober 2015 um 08:04

    Herr Hümmer, nach allen mir bekannten Definitionen sind diese zirkulierenden Zellen eben doch ein Surrogatparameter für die Tumorlast oder auch für das Ansprechen auf eine Therapie. Wahrscheinlich sogar ein ziemlich guter, dazu habe ich mich nicht geäußert und die Signifikanz mögen andere beurteilen. Lassen Sie uns bitte nicht über solche Begriffe streiten. Das ist nicht der eigentliche Punkt. Die Frage ist doch: Kann man bei dieser einen Patientin 1 von einer Kausalität zwischen der Gabe des Homöopathikums und dem Verschwinden dieser Zellen ausgehen, und wenn ja, wie können Sie so sicher sein, dass diese Wirkung "jenseits jeglicher Placebo-Möglichkeit" ist. Ich behaupte: Niemand kann das.

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  32. Neulich fuhr ich durch Kiel. Da fiel an einer Baustelle ein Spaten um. Gleichzeitig wurden vier Personen in Mannheim ihren Schnupfen los. Ich fragte meinen Neffen, der sich für Atomphysik interessiert, wie das denn wohl sein könnte. Er erzählte mir dann etwas von "Synchronizität" und empfahl mir das zu lesen:

    http://www.dr-bertelsen.de/documents/Homoeopathie-Journal-8-11_2.pdf

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  33. Als ich aus Kiel zurückkam, war mein Briefkasten voll. Voll mit Werbung von stinklangweiligen, sogenannten "Fortbildungsveranstaltern", die mir mein sauer verdientes Geld aus der Tasche ziehen wollen, damit ich, wenn ich realisiert habe, dass mein sauer verdientes Geld futsch ist, ich das meinen Patienten doch ganz einfach aus der Tasche ziehen soll und mir dafür Strategien und Tricks und klebrige Fortbildungspunkte auf Wochenendseminaren geben, wenn ich lieber mit meiner Familie zusammen bin.

    Aber ich glaube (ja - wirklich: ICH GLAUBE!!!), damit wird bald Schluss sein, weil es ethisch nicht vertretbar ist, täglich Therapiewahlfehler zu begehen, auch wenn es manche Geschäftemacher und manche Selbsttäuscher davon schwärmen:

    http://www.dr-bertelsen.de/documents/Die_Notwendigkeit_einer_Grenzdefinition_im_Bereich_der_aerztlichen_Fortbildung.pdf

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  34. Albrecht Bodegger7. Oktober 2015 um 11:09

    Nehmen wir es mit Humor, Herr Bertelsen!

    „'Skeptikämie' ist eine seltene generalisierte Störung mit niedrigem
    Ansteckungsgrad. Das Medizinstudium verleiht in den meisten Fällen
    eine lebenslange Immunität.“
    Petr Škrabanek, 'Torheiten und Trugschlüsse in der Medizin'

    Frau Grams hat es wohl dennoch voll erwischt ;-)

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    1. Ja, mich hat's erwischt. Aber leider nicht schon im Studium. ;-)

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    2. Albrecht Bodegger7. Oktober 2015 um 18:58

      Es ist nie zu spät, sich oder andere damit anzustecken ;-)

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    3. Mich hat´s angeblich im Kindergartenalter erwischt, erinnern kann ich mich leider nicht daran. Aber wenn ich meinem alten Mütterchen glauben schenken darf, habe ich damals, in den frühen 1960er Jahren, zur Weihnachtszeit einen fulminanten Wutanfall bekommen, als ich hinter dem Watterauschebart vom Nikolaus meinen Patenonkel entdeckte.

      Ob das an der zerlegten Illusion lag, oder ich mich nur für dumm verkauft fühlte - keine Ahnung.

      Jedenfalls, so sagt´s Mütterchen, waren sich meine Eltern danach darin einig, uns keine Geschichten mehr zu erzählen, die uns die Welt nicht auch selbst hätte erzählen können.

      Um endgültig zum Chroniker zu werden, dafür haben dann einige wirklich ausgezeichnete Lehrer in den naturwissenschaftlichen Fächern gesorgt.
      Nicht zu vergessen meine gestrenge, aber dennoch hochverehrte Lehrerin im Fach Philosophie (wen es wundert: wir hatten eine luxuriöse Fächerauswahl in der Oberstufe). Deren Parforceritt durch die Irrtümer der Menschheit war allein schon Anlass genug, jede Unterrichtsstunde quasi herbeizusehnen.
      Wichtiger allerdings, als die Einsicht in die Unzulänglichkeiten der vorowissenschaftlichen Welterklärungen, war aber noch die Begegnungen mit Karl Popper, mit Horckheimer, Adorno und Marcuse, mit Hans Albert und damit natürlich auch mit Max Weber.
      Am wichtigsten war aber die Impfung mit der großen Idee der Aufklärung
      als Mittel gegen Aberglaube, Schwärmerei, Vorurteil und Fanatismus, Borniertheit und Phantasterei.

      Der Guten ist wohl auch zu verdanken, dass ich als Teenie "Age of Aquarius" ohne Gehirnvernebelung überstanden habe.

      So ein Glück hatte längst nicht jeder.

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  35. Humor ist meiner Meinung nach das einzige "probate Mittel" um mit dem Thema umzugehen. Allerdings erreicht man hiermit nur für die Fraktion der Selbsttäuscher. Die Fraktion der Geschäftemacher (weiter oben ist einer dieser Spezies vertreten) benötigen eine völlig andere Technik der Ansprache. Es sollte, um es salopp zu formulieren, etwas robuster im Tonfall sein. Auch darf man ruhig seine gute Erziehung für kurze Zeit an der Gardrobe abgeben. Diplomatie sollte nur im ersten Schwung der Argumentation energetisch mitschwingen. Dann sollte man schleunigst mit der Aufdeckung der Scheinheiligkeit beginnen und ungeschönt Klartext reden. Niemals vollfaseln lasen und schon gar nicht mitfaseln. Mit dieser binären Technik habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.

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    1. Albrecht Bodegger8. Oktober 2015 um 11:37

      Da muss ich Ihnen nun aber deutlich widersprechen, Herr Bertelsen. Ein reiner 'Geschäftemacher', wie Sie das nennen, würde hier wohl gar nicht mitdiskutieren. Warum auch? Er hätte keinen Grund dazu. Ich rechne es jedem Homöopathen hoch an, wenn er hier sich hier an einer konstruktiven Diskussion beteiligt. Und höflich bleiben ist wichtig. Auch wenn es manchmal schwer fällt.

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    2. Warum meinen Sie, er hätte keinen Grund dazu? Die Aussagen der Geschäftemacher finden Sie regelmäßig in den Blog-Beiträgen. Da findet er die passenden Sparrings-Partner und lotet den Wind aus.

      Meiner Meinung nach gehört diesen Leuten die Approbation entzogen, weil sie täglich bewusst (!) Therapiewahlfehler begehen.

      Höflichkeit fällt überhaupt nicht schwer.

      Bei Leuten, die die Not von Tumorpatienten zu ihren Gunsten ausnutzen, brauche ich nicht höflich zu sein. Das meint übrigens auch die Vorsitzende der Deutschen Krebsgesellschaft, Dr. Jutta Huebner:

      http://www.dr-bertelsen.de/documents/Profil-Wissen-Feedback.pdf

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    3. Albrecht Bodegger8. Oktober 2015 um 12:44

      Spätestens beim Thema Krebs hört für mich jedoch der Spaß auf. Wenn jemand wissenschaftliche Studien anführt, die wenig aussagekräftig sind, und andere, die solche Studien nicht interpretieren können, sich vielleicht davon blenden und überzeugen lassen, ist das wirklich nicht mehr lustig. Sowas kann ich nicht unwidersprochen stehen lassen.

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  36. Albrecht Bodegger8. Oktober 2015 um 16:38

    Herr Bertelsen, ich bin der Meinung, dass die Kategorie der reinen 'Geschäftemacher', falls es die denn gibt, nicht lange darüber nachdenken oder diskutieren wird, ob oder warum Homöopathie wirksam ist. Die würden sich wohl gar nicht die Zeit nehmen. Jemand, der hier Argumente für die spezifische Wirkung von Homöopathika vorbringt, ist doch wohl mindestens zum Teil davon überzeugt, oder nicht?
    Beim Thema Krebs sind wir uns fast einig. Ich sehe das jedoch nicht ganz so strikt. Für Homöopathie als zusätzliches Adjuvans mag es gute Argumente geben, unabhängig von der hier zitierten Studie. Aber wenn jemand so überzeugt von Alternativen ist, dass er etablierte Tumortherapien nicht einsetzt oder gar ablehnt, dann wird es kritisch. Dafür gibt es prominente Beispiele, die das irgendwann bitter bereut haben, wie Steve Jobs. Wie gesagt, dort ging es um alternative Therapiemethoden allgemein, welche genau und ob da auch Homöopathie im Spiel war, weiß ich nicht.

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  37. Der Geschäftemacher ist ganz und gar überzeugt. Von seinem Geschäftsmodell, das sogar von servilen, weißbekittelten Apothekern unterstützt wird.

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  38. Albrecht Bodegger8. Oktober 2015 um 18:48

    Klar, auch Apotheker verdienen an der Homöopathie. Und viele empfehlen sie sogar aktiv und völlig unkritisch, und das, obwohl sie im Gegensatz zu Ärzten reine Naturwissenschaftler sind. Über deren Gründe kann man sicher auch diskutieren. Das ist nochmal ein ganz anderes Thema. Hat mit 'servil' jedoch wenig zu tun, wenn ein Arzt die Homöopathika aufgeschrieben hat. Eher mit 'Kontrahierungszwang'.

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  39. Lieber Herr Bertelsen, ich finde Sie da auch etwas zu verurteilend. Geld verdienen wollen und tun wir alle. Das hat aber nichts damit zu tun, dass jemand, der von seiner Therapiemethode überzeugt ist, nur die fette Kohle damit einfahren will. Er ist eben überzeugt. Und er verdient sein Geld. Die meisten Homöopathen, die ich kenne, sind sehr nette und bescheidene Menschen und nicht völlig profitorientiert! Schwarze Schafe gibt es überall, aber die gibts auch in der normalen Medizin.

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    1. Liebe Frau Grams, bitte differenzieren Sie doch meine Aussagen. Nette und bescheidene Homöopathen, die selbstverständlich von ihrem Tun genauso überzeugt sind wie archiaische Medizinmänner und ob sie nun Geld verdienen oder nicht, unterliegen nun einmal mit ihrem heilenden Impetus der Selbsttäuschung.

      Die "fiesen Geschäftemacher" sind eine besondere Spezies und hier stimme ich Ihnen zu: die gibt es nicht nur in der CAM und Eso-Szene, sondern auch in der Medizin.

      Auch Apotheker sind nicht alle über einen Kamm zu scheren. Manche hauen auf den Tisch und prangern den "Scheiß des Monats" an, während andere lächeln und diesen, ohne mit der Wimper zu zucken, verkaufen.

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  40. Apotheker mit Rückgrat präsentieren den "Scheiß des Monats": http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wirkungslose-mittel-in-der-apotheke-zurueck-zum-scheiss-des-monats-a-990669.html

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  41. xD hahaha..was sie hier zusammenschreiben. Dazu kann man eigentlich nicht mehr sagen. Hier geht es nicht mehr um eine objektive Kritik an die Homöopathie. Ich lese aus Ihrem Bericht nichts anderes als eine festgefahrene eingerostete Einstellung und man merkt deutlich dass sie mit diesem Thema abgeschlossen haben und es scheint als wollen sie jetzt ihren frust rauslassen oder so. Ausserdem bestätigt mir ihre verschlossene Einstellung und Sturheit, ihr Profilfoto mit verschlossenen Armen. Für mich kein Zufall,
    sorry.
    Sturheit und auf einer Meinung beharren dass zeugt nicht von selbstvertrauen, sondern davor dass mein seine Ansicht schützen will vor evtl. anderen Ansichten. Doch wenn man wirklich sicher ist, dann gibt es nichts zu schützen weil etwas das wahr ist fällt nie um. Die wahrheit ist wie sie ist.

    Gute Nacht

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    1. Hallo Anonym,
      würden Sie mir vielleicht ein Beispiel nennen aus den Texten hier, bei dem ich aus Ihrer Sicht unrecht habe und wir diskutieren einmal ganz konkret darüber?

      viele liebe Grüße, Natalie Grams

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